Rotarihm

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Rotarihm
Symbol Rotarihm.jpg
Symbol der Gottheit
Götterbild
Weitere Namen der Gottheit Stürmender, Wütender, Streitender oder Streitbarster, Ruhmreichster
Darstellung der Gottheit Krieger in Harnisch mit Zweihandschwert, geflügelten Helm, und Rufhorn am Gürtel
Heiliges Tier Wolf
Glaubensaspekte Kampf, Mut, Gewitter
Opfergaben Blut, Waffen besiegter Feinde
Sendboten und Heilige Väterchen Kallius, Agonor
Wichtige Orte und Pilgerstätten große Schlachtfelder, die Ruinen Sir Caras und Cair Caras
Feiertage 1.März, 1.Mai
Heilige Artefakte Horn Rotarihms
Jenseitsbild Die Halle am Berg
Kirche
Weltliche Repräsentation
Verbreitung mäßig, ausgeprägter in Lusakia
Hierachische Struktur gering
Politischer Einfluss mäßig


Rotarihm ist ein Gott der Mitte und steht im deliahtischen Pantheon für die Stärke, die Kraft, den Mut, den Krieg und den Kampf. Seine Zeichen sind die geballte Faust und der Donner, als Tier ist ihm der Wolf geweiht, seine Farbe ist Rot. Rotarihm gilt als ausgesprochen streitsüchtig und aufbrausend. Er ist der Schutzherr der Ringer, Söldner wie Soldaten, der Ritter, der Waffen- und Rüstungsschmiede und der Wettkämpfer. Rotarihm wird häufig von tiburniensischen Einwanderern mit Oljenis, von Menschen aus Mythossa mit Krord gleichgesetzt. Die Walküren, weibliche Kriegsgeister, gelten als seine Diener.

Der Hauptsitz der Rotarihmkirche befindet sich in Alt-Hagenwall.

Glaubensbild

Das Leben endet mit dem Tod, unausweichlich, und die Welt hält viele Fährnisse bereit um die Lebenden zu prüfen. Wer überleben will, muss darum kämpfen, zu guter Letzt auch mit dem Tod, um sich Baldûrims Griff noch ein wenig länger zu entziehen. Der Herr Rotarihm hat uns zu kämpfen, uns zu wehren gelehrt. Mit seinen Gaben können wir den Gefahren unserer Welt trotzen, um unser Leben leben zu können.

Der Streitbarste schenkte uns die Kraft in unseren Armen und Beinen und lehrte uns diese zu nutzen. Kraftvoll vermögen wir dadurch die Welt um uns mitzugestalten, zu errichten und zu zerstören. Gleichwohl schirmt uns unsere körperliche Stärke vor Verletzungen und Krankheit, wie Knochen das mutige Herz.
Der Stürmende hauchte uns Mut ein und lehrte uns, unsere Ängste zu überwinden. Nur durch sein Geschenk wagen wir das scheinbar Unmögliche und wachsen an unseren eigenen und den Herausforderungen des Lebens.
Der Ruhmreichste lehrte uns uns zu messen; miteinander, mit dem Tier und der Welt. Nur so ist es uns möglich uns weiterzuentwickeln. Und nur wer sich weiterentwickelt, kann in der Welt bestehen. Demjenigen soll Ehre gebühren, denn er hat sich vor Rotarihms Augen bewährt.

Nur wer seinen Körper gesund und bei Kräften hält, diese mehrt und stets voranstrebt, wer sowohl über einen starken Arm wie wachen Geist und ein mutiges Herz verfügt, wer bereit ist, für seine Ideale einzutreten und diese zu verteidigen, wer die Gesetze und Gebote Rotarihm im Herzen trägt und auch danach handelt, wer Maße hält, wer das Leben lebt und den Tod ehrt, der führt ein Leben wie es dem Ruhmreichsten wohlgefällt.

Rotarihm ist der Streitende Gott, dem Herrn von Wind und Wogen hat er die Meisterschaft über den Sturm über dem Festland geraubt. Der Wirbelsturm ist seither sein. Mit dem Greisen Gott rang er um die Ehre, wer nun der stärkste aller Götter sei, und unterlag.

Gebote und Verbote

Rotarihm ist der Gott des Kampfes. Ihn kümmert nicht dessen Rechtmäßigkeit, solange es ein guter Kampf ist. Nur jene die über Stärke, Geschick, Mut und Können in richtigen Maßen verfügen, können vor den strengen Blicken des Streitbarsten bestehen. Körper und Geist müssen im Einklang sein um zu siegen.

Nur wer seinen Körper bei Kräften hält wird sich messen können. Ertüchtigung ist ebenso wichtig wie reichlich Speis und Trank. Tägliches Üben an der Waffe ist eine Tugend und Rotarihm gefällig, außerdem ist es der Schlüssel um sich zu verbessern. Messe dich im freundschaftlichen Duell zur höheren Ehre des Herrn und um für den echten Waffengang bereit zu sein. Müßiggang und Völlerei sind schwere Sünden.

Bedenke, dass jeder Kampf dein letzter sein kann. Im Kampf zu fallen ist ehrenvoll, zu siegen ruhmreich. Im Kampf zu töten ist würdig, doch einen geschlagenen und wehrlosen Gegner zu richten, ist ein unverzeihliches Sakrileg! Zu unterliegen und zu überleben ist keine Schande, nur ein Zeichen von der Schwäche, die ausgemärzt gehört.

Der Herr Rotarihm gab uns ein starkes Herz um unsere Ängste zu überwinden und daran zu wachsen. Kenne dazu dich und deine Talente um zu erkennen, wann ein Kampf gewagt werden kann und wann nicht. Selbstüberschätzung missfällt dem Herrn.

Kraft und Ausdauer gefallen dem Ruhmreichsten, mehre beides stetig und stelle sie auch außerhalb des Kampfes unter Beweis. Vollbringe in seinem Namen das Unvorstellbare. Erklimme die höchsten Gipfel und durchschwimme die tiefste See als sichtbares Zeichen für deine Kraft und deinen unbeugsamen Willen und zu seiner Ehre.

Die Krieger welche dem Pfad des Stürmenden folgen, sollen nach Vollendung in ihrer Kunst streben und selber denjenigen, die gewillt sind, das Kriegshandwerk lehren.

Halte stets Maße. Völlerei führt zu einem feisten Leib und nebeligen Geist, große Gier raubt den Sinn und zu großer Zorn kostet unnötig Blut. All das ist dem Herrn der Heere zutiefst zu wider. Darum halte Maße und sei dir stets bewusst, was gut und was bereits zuviel ist.

Der Sieger eines Kampfes erhält Ruhm und Ehre als für seine Mühen. Außerdem steht es jenen, die dem Pfad Rotarihms folgen, frei zu nehmen, was den Verlierern gehörte. Doch sollen sie immer bedenken, auch hier Maße walten zu lassen.

Der Tod am Schlachtfeld gereicht Rotarihm zur höheren Ehre und gilt als edel. Heimtükischer Mord hingegen ist schwerster Frevel am Ruhmreichsten.

Achte die Toten, ehre die Verblichenen, Freund wie Feind. Wer die Toten stört oder gar schändet, der zieht den unbändigen Zorn des Streitbarsten auf sich.

Jenseitsbild

Der Herr des Kampfes residiert in seiner Halle am Berg und harrt des Tages, an dem er wieder selbst in die Schlacht ziehen wird um das Schicksal Deliahs abzuwenden. Dafür sammelt er seine tapfersten und streitbarsten Diener an seiner Tafel, die ihm am letzten aller Tage folgen sollen.

Über jedem Schlachtfeld hat der Streitende sein wachsames Auge. Er erkennt, wer ein gefälliges Leben gelebt hat und wer nicht. Wer mutig in der Schlacht fällt, nach dem schickt Rotarihm seine Walküren aus, damit sie die Seele des Helden sicher zu ihm an seine Seite bringen. Ebenso ruft der Ruhmreichste jene Seelen an seine Tafel in der Halle am Berg, die ihm stets treu gedient haben aber nicht am Schlachtfeld verblichen sind. All diese bringt sein krähengefiederter Bruder Baldûrim zur Halle.

Rotarihm ist ein strenger Gott, und nicht jeder seiner Diener ist würdig an seiner Tafel Platz zu nehmen. Nur die treusten und tapfersten Helden und Geweihten gestattet der Stürmende diese hohe Ehre. Alle anderen Seelen empfielt er dem Herrn Baldûrim an. Doch jene, die sich als wahre Heroen erwiesen haben, trinken und speisen mit dem Ruhmreichsten in seiner Halle am Berg, bis zu dem Tag, an dem der letzte Sturm entbricht und der Herr des Krieges wieder in die Schlacht zieht, begleitet von den größten Helden Deliahs.

Dienerschaft

Wie bei so vielen Götterkulten Deliahs teilt sich die Dienerschaft Rotarihms in geweihte Priester und ungeweihte Laienbrüder und -Schwestern. Doch im Gegensatz zu den anderen Kirchen sind die Grenzen nicht so klar gezogen. Geweihtenschaft und Laiendiener haben ähnliche Aufgaben und Gepflogenheiten, sodass nur die Weihe als eindeutiges Unterscheidungsmerkmal dienen kann, da beide Fraktionen den Umgang mit Waffen zu meistern versuchen.

Geweihtenschaft

Die geweihten Diener des Herrn Rotarihm sind Meister des Kampfes und haben zumindest den Umgang mit einer Waffengattung perfektioniert, üblicherweise sind es sogar zwei oder drei. Sie tragen das Wort Rotarihms in die Welt hinaus, betreuen Tempel und Schreine und reisen sehr viel. Traditionell spenden sie den Segen bei Vereidigungen von Soldaten oder Söldnerbannern. Bei letzteren weihen sie auch das Joch, unter dem die Lohnkrieger durchziehen.

Durch ihre Verbindung zum Streitbarsten haben sie Zugriff auf einen Teil seiner göttlichen Kraft, wodurch sie sich selbst und ihre Kammeraden im Kampf unterstützen können. In Friedenszeiten werden die Priester oft als Lehrmeister zur Hilfe gerufen um Adelssprösslinge zu unterweisen oder Stadtmilizen auszubilden.

Das Novizat dauert unterschiedlich lange. Der Grund dafür ist, dass der Umgang mit einer Waffe weitestgehend zufriedenstellend zu erlernen ist. Die meisten Priester des Rotarihm sind bereits ältere Recken, nur selten wird ein Noviziat in der Jugend begonnen.

Die Tracht der Geweihten unterscheidet sich sehr stark je nach Region. Die Kleidung ist generell rot und praktisch gehalten, Bewaffnung und Rüstung aber vom Geweihten abhängig. Als Zeichen ihrer Würde tragen sie eine Tätowierung in Form eines senkrecht nach untengerichtete Schwertes über dem linken Auge, wobei das Augenlied die Parierstange bildet.

Anders als die anderen Kirchen hat die des Rotarihm keine straffe Struktur und Hierarchie. Jeder Tempel steht für sich und wird vom besten Geweihten geführt. Alle zwei Jahre treffen sich die Tempelvorsteher zu einem Konzil in Alt-Hagenwall im Haupttempel und besprechen die Kirchenlinie und bestimmen das nominelle Kirchenoberhaupt, welches die nächsten zwei Jahre den Vorsitz der Kirche führt und das nächste Konzil dann ausruft. Nicht Teil davon sind die Lusakischen Geweihten sowie Teile die nördlichen Stämme. In der Kirche ist es durchaus üblich sich mittels Duell das Amt des Tempelvorstehers oder des Kirchenherrn zu erstreiten.

Akademikerorden

Benannt nach seinem Gründungsort in der zerstörten Kriegerakademie von Hagenwall ist der Akademikerorden der einzige namhafte Laienbund der Rotarihmkirche. Die Kapitelsäle des Ordens werden Rotarihmsakademien genannt und sind für jedermann, der es sich leisten kann, zugänglich. Dabei handelt es sich um Kampfschulen, welche die Schüler im Kampf unterweisen und ein rotarihmgefälliges Leben unterrichten. Die Ausbildung von Schülern bildet das Einkommen des Ordens. Viele Schüler streben eine militärische Laufbahn in ihrer Heimat an, da sie durch ihre Lehre im Orden solide Kenntnisse des Kampfes erfahren haben. Im Mittland ist der Besuch einer Akademie sogar Vorraussetzung für den Besuch der Dagather Offiziersschule.

Einige wenige Absolventen bleiben ihrer Alma Mater treu und treten dem Akademikerorden selbst bei. Dort dienen sie als Unterstützer der Geweihten, werden selbst Lehrmeister oder bereiten sich auf den Krieg vor - beziehungsweise ziehen in einen. Viele durchreisen auch die Lande um Abenteuer zu erleben und sich Ruhm zu erstreiten. Bei der Bevölkerung erfreut sich der Akademikerorden großer Beliebtheit, da der Orden immer wieder größere Turniere ausrichtet, bei denen Geweihte wie Ritter und anderer Adel teilnehmen und ein Spektakel für das Volk bieten. Ein solches Turnier zu gewinnen gilt landesweit als Auszeichnung.

Heilige Orte

Generell gilt jedes größere Schlachtfeld dem Rotarihm als gefällig, doch Pilgerziele für Gläubige gibt es nur wenige.

Aurilsberg

Der Ort der Reichseinigung gilt auch dem Ruhmreichsten als heiliger Ort. Das Aurilsbergerfeld war Schauplatz einer der gewaltigsten Schlachten die Deliah seit dem Götterkrieg gesehen hat. Heere von Menschen, Elfen, Zwergen, Orks und Dunkelelfen sind dort gegeneinander gezogen. Ein Tempel auf dem freien Feld erinnert noch heute daran und ist Pilgerziel für unzählige Gläubige. Die Heiligen Hallen sind geschmückt mit den gefallenen Bannern der Heere sowie mit Waffen der Streiter. Mehrere Helden und Kriegsfürsten sind im Aurilsberger Tempel beigesetzt, nämlich jene die nach Sicht der Kirche würdig waren. Ihre steinernen Sarkopharge sind heute noch zu bestaunen.

Heldenberg

Die Insel im Silbersee gilt zwar nicht als direktes Heiligtum des Rotarihm, doch sind dort viele Helden des Vereinigten Königreichs beigesetzt und werden dort verehrt, so dass diesem Ort besonderes Wohlwollen des Ruhmreichsten nachgesagt wird. Mehrere Gardisten des Akademikerordens stehen hier auch Ehrenwache.

Cair Caras

Die Insel im Nandris gilt als eine der heftigst umfochtensten des Kontinents, kaum wo wurde mehr Blut auf so wenig Boden vergossen wie dort. Auch berichten die Geschichten der Kirche von Walkürenerscheinungen am Schlachtfeld auf Seiten Hagenwalls gegen die Elfen. Die Ruinen des Eilands beherbergen keinen Tempel des Gottes doch bieten sie heute einen Ort der Inspiration, Meditation und des freundschaftlichen Duells. Auch wird gesagt, dass es in den verlassenen und herunterkommenden Ruinen spuken soll, wodurch der Mut der Pilger gleich mit unter Beweis gestellt wird.

Söldnerjoch Schwanstätt

Vor der Reichseinigung war es vor allem das Reich Morgraine, welches sich Söldnerheeren bediente. Diese Methode wurde so exzessiv genutzt, dass man im Kernland des Reiches, der Silbermark ein steinernes Söldnerjoch zur Vereidigung errichtete. Heute ist das Joch von einer Tempelanlage des Akademikerorden eingefriedet und Zentrum vieler Pilgerreisenden. Das Joch selbst ist kunstvoll behauen und zeigt Kampfszenen gegen Serf.

Halle am Berg

Zwar handelt es sich bei der Halle am Berg um das rotarihmsche Paradies, in das nur die fähigsten und würdigsten Krieger eingehen, trotzdem vertreten einige Geweihte die Meinung, dass es ein deliahtisches Pendant geben könnte, oder es sich gar um besagten Sitz des Herrn handeln könnte. Bisher gab es in jeder Generation noch mutige Krieger, die ausgezogen sind um die heiligen Hallen zu finden. Bisher blieb aber jede Suche erfolglos - oder die tapferen Recken kehrten nie mehr zurück.

Es gibt zwei Ursprungslegenden für die Halle am Berg. Einerseits soll es sich dabei um ein Geschnek Gelos an Rotarihm handeln. Es sei eine Entschädigung dafür, dass der Greiße Gott ihn im Wettkampf besiegt habe. Zur Feier und im Rausch haben auch die beiden Götter die Idee geboren, Sera zu bitten die bis dahin flügellosen Walküren mit Schwingen zu beschenken, damit die Toten auch die Halle erreichen können. Andererseits besagt eine Legende, dass Rotarihm als ruhmreichster aller Achtzehn den höchsten Sitz beanspruche. Daher wählte er den höchsten aller Berge und errichtete dort seine Heimstatt.

Göttliches Gefolge

Walküren

Rotarihms wichtigste Diener sind seine Walküren. Es sind Frauengestalten, wilde Kriegerinnen mit Schild, Helm und Harnisch. Oft werden sie auch als geflügelt dargestellt, grimmige Kampfeswut verzerrt ihre Gesichter. Im Wesen sind sie dem Streitbarsten gleich und unerbittliche Krieger.

Einer Legende zu Folge entstanden Rotarihms Walküren aus der Verbindung Gefins und Rotarihms. Vom Kampf berauscht und erregt fielen sie einander in die Arme und auf dem Schlachtfeld mischte sich der Samen des Kriegsgottes mit den Säften der Zürnenden und der blutgetränkten Erde unter ihren Leibern. Daraus erhob Rotarihm seine Geflügelten Dienerinnen, welche fortan die Seelen seiner gefallenen Krieger in seine Hallen hinaufbegleiten sollten.

In seinem Namen streifen sie über die Schlachtfelder dieser Welt und erhebnen die tapfersten der Gefallenen, um sie an Rotarihms Tafel zu geleiten. Auch überbringen sie Botschaften des Stürmenden, oder stürzen sich selbst voll Innbrunst mit seinem Namen auf den Lippen in den Kampf. Es heißt, die letzte bestätigte Sichtung einer Walküre würde mehrere hundert Jahre zurück liegen. Einzige Ausnahme bildet dabei das Erscheinen einer Dienerin des Herrn in Schwertlingen im Jahre 1454 n.R. um einen ungenannten Helden zu prüfen. Glaubhaft bestätigt wurde das durch die Worte Terendils II. und Lucius Morgraine.

Väterchen Kallius

Der Hüter der Rüstkammer Rotarihms, wie er oft genannt wird, ist ein Sohn Dûgrims, der seit je her dem Stürmenden dient. Er wird daher meist zwergenähnlich klein und bärtig dargestellt. Wie sein Vater ist Kallius ein begnadeter Schmied, ein Meister des Handwerks und kümmert sich um die heiligen Waffen des Streitbarsten.

Väterchen Kallius habe der Legende nach den Stürmenden so sehr für seine Stärke bewundert, dass er ihm die Gefolgschaft geschworen hat, sehr zum Unmut seines eigenen Vaters. Rotarihm habe ihn darauf hin geprüft und ihm einen wilden Keiler geschickt, der Kallius töten sollte. Kallius erschlug das Tier, wurde dabei aber verwundet. Seither hinke er, habe sich aber auch den Respekt des Ruhmreichsten verdient und sich als würdig erwiesen. Daher wird Meister Kallius meist mit einem toten Eber, manchmal auch mit Saufeder, dargestellt.

Meister Kallius ist der rotarihmsche Schutzpatron der Waffen- und Rüstungsschmiede, so wie auch der Keilerjagd. Wem es gelingt, einen wilden Eber zu erlegen, gebührt das Recht, die Hauer als Trophäe zu tragen.

Agonor

Der Stählerne Stier, auch gepanzerter Bulle genannt, ist Rotarihms Begleiter und dient ihm in manchen Erzählungen sogar als Schlachtenreittier . Er hat rot gefärbtes Fell und ist vom Schädel bis zum Schweif gepanzert. Die gebogenen Hörner sind meist bluttriefend dargestellt. Agonor ist ein unbändiges Wesen, das nur von Rotarihm selbst im Zaum gehalten werden kann. Er ist der Schirmherr des blutigen Schlachtens und wird daher nur selten verehrt. Nur in den schlimmsten Zeiten soll der Ruhmreichste von Agonor in die Schlacht getragen worden sein.

Heiliege Tiere

Wolf

Das Tier des Rotarihm ist der Wolf, da er dem Gott des Kampfes ähnelt. Er ist stark, mutig und weiß zu kämpfen, sowohl alleine als auch gemeinsam mit anderen. Er trotzt Wind und Wetter, und ist im eisigen Norden wie im heißen Süden ein gefürchteter Jäger. Zwar ist er dem Streitbarsten heilig, doch ist es nicht, wie in anderen Kirchen üblich, verboten ihn zu jagen. Denn auch hier gilt das Recht des Stärkeren und Mutigeren, diesem wird Rotarihm die Ehre des Sieges schenken. Daher sind in manchen Tempeln Trophäen von Wölfen zu sehen, oder Geweihte tragen Wolfspelze. Sie dienen als Zeichen ihres Mutes, zumal der Sieg meist barhändig errungen wurde, da der Einsatz von Waffen im Kampf gegen Tiere die Ehre mindert.

Stier

Neben dem Wolf sind auch andere Tiere in der Kirche des Ruhmreichsten von besonderer Bedeutung, gelten aber nicht als dessen Symbol oder als heilig. Durch Agonor zählen auch Stiere als rotarihmsgefällige Tiere. Es ist ein besonderes Zeichen der Tapferkeit, sich einem wilden Stier im Kampf zu stellen. Besonders in Wironmar ist dieser Brauch sehr ausgeprägt. In den Städten mit Tempeln des Gottes oder Niederlassungen des Akademikerorden werden immer wieder Stierkämpfe in eigenen Arenen ausgetragen oder Rennen durch die Gassen der Stadt veranstaltet, wo die Bewerber ihre Agilität beweisen müssen. Diese Festspiele sind so sehr beliebt, dass es mittlerweile fester Bestandteil des lokalen Brauchtums ist.

Eber

Der Kampf mit einem wilden Keiler gilt als mutige Tat und dem Herrn der Ehre würdig. Daher zählt die rituelle Jagd auf Eber zum festen Bestandteil der Kirche, welcher sich nur die Tapfersten stellen. Dabei ist den Streitern nur eine Waffe gestattet, die Saufeder, auch Kalliuspike genannt. Nach erfolgreicher Jagd wird vor allem Väterchen Kallius gedacht und geehrt. Überlebende tragen oft die Hauer als Schmuck. Die Eberjagd wird gerne im Westen des Reiches um das Eisenkettengebirge praktiziert.

Artefakte

Rotarihms Rufhorn

Aus Kupfer ließ der Gott des Mutes Kallius ein Horn treiben um im Kampf der Kämpfe seine Feinde erzittern zu lassen. Als der Gott zum ersten Mal selbst hineinstieß, durchfuhr seine Gegner Panik und wurde seinen Kameraden Mut und Zuversicht eingehaucht. Im Krieg der Götter hing es stets an seinem Gürtel. Nach der Götterwanderung soll es immer wieder würdigen Kriegern erschienen und auch nur von diesen zu blasen gewesen sein. Heute gilt es als verschollen.

Bronzeharnisch

Der Panzer der Herrn wurde 2344 n.G. in der Nordmark im Vereinigten Königreich, damals noch Hagenwall, gefunden und gilt als wichtigstes Artefakt der Kirche des Rotarihm. Er schimmert rot flammend und ist undurchdringlich. Zuletzt trug ihn König Konrad VI. in der Schlacht um Sir Caras. Heute wird er im Tempel von Alt-Hagenwall aufbewahrt und ausgestellt.

Flügellanze

Die Flügellanze, auch Roter Speer genannt, ist ebenfalls Väterchen Kallius Werk, das er im Auftrag seines Herrn und nach Vorbild der Lanze, mit der er selbst den Eber Rotarihms bezwungen hatte, gefertigt hatte. Im Kampfe diente sie dem Gott als Waffe, bevor er sie der Kirche der Wechselhaften, Nemal, schenkte, die sie noch immer verwahrt.

Eherner Panzergürtel

Auch "Rotarihms Panzergürtel" genannt, war lange Zeit das Zeichen des höchstwürdigen Vertreter des Kultes des Rotarihm. Dabei handelt es sich um einen Ledergürtel der mit Metallblatten beschlagen wurde. Der Sage nach trug ihn der Streitbarste selbst und überreichte ihn, vor seiner Entrückung, seinem ruhmreichsten Diener. Dieser wiederum vermachte den Plattengürtel seinem Nachfolger, und so weiter, bis das Artefakt verloren ging. Angeblich soll der Gürtel den Träger vor Überfällen beschützt haben.

Gelostäbe

Die Gelostäbe sind ein Geschenk der Kirche des Greisen Gottes. Dabei handelt es sich um Tätowiernadeln mit denen gesegnete Runen in die Haut des Rotarihmgeweihten gestochen werden können. Diese Hautbilder verleihen dem Träger Stärke, Mut oder einen eisernen Willen. Es gibt nur noch wenige ihrer Art, doch nur mit ihnen können die gottgefälligen Runen gefertigt werden.

Opfergaben und gefällige Dinge

Da die Kirche des Rotarihm keine feste Liturgie besitzt wie die des Herrn Auril, ist auch nicht festgelegt, wann und wie dem Streitbarsten geopfert wird. Meist bringen die Gläubigen dem Gott ihre Gaben nach einem Kampf oder einer Jagd dar, indem sie im Tempel Waffen, Rüstung oder Jagdtrophäen vor der Statue des Herrn ausbreiten. Zumeist werden die schönsten Stücke gut sichtbar im Tempel aufgehängt und ausgestellt, oder der Tempelrüstkammer zugefügt.

Da sich Andachten, Messen oder einfache Gebete oft mit Waffenübungen verknüpfen, stellt auch ein ritueller Schwert- beziehungsweise Waffentanz eine gefällige Huldigung des Ruhmreichsten dar. Auch beeidete Duelle gelten als Opfer.

Das in der Schlacht vergossene Blut gilt als Opfergabe, sowohl das des Feindes, als Zeichen des Sieges im Namen des Gottes, als auch das eigene, als Symbol des Mutes, mit dem man für Rotarihm gekämpft hat. Freiwillgig gegebenes Blut zu opfern gilt als Sakrileg.

Riten in der Kirche

Die Kirche des Stürmenden kennt wenig Riten und Rituale, auch sind die Messen nicht genormt. In den meisten Fällen sind sie knapp und praktisch orientiert. Andachten vor Kämpfen und Schlachten sollen dabei den Mut in den Herzen der Streitenden schüren und die Gunst des Streitbarsten erbitten. Zentrales Element bei Gebeten an Rotarihm stellen Schwerttänze oder das rituelle Duell dar.

Eines der Ritual ist aber weithin bekannt, nämlich "die Vereidigung der Waffenfähigen". Dabei handelt es sich um eine feierliche Messe der Geweihten, bei der die Waffenfähigen in den Dienst ihrer Herren genommen werden. In Ländern mit stehenden Heeren, wie das Vereinigte Königreich eines ist, nehmen sie auch den Soldaten den Eid auf die Fahne ab, oder wohnen der Zeremonie zumindest bei. Bei Söldnervereidigungen wird im Rahmen der Messe auch das Joch errichtet, durch das die Söldner als Zeichens ihres Schwures durchziehen. Auch bei Schwertleiten oder Umgürtungen von Rittern, also beim Ritterschlag, spenden die Geweihten den Segen des Herrn und nehmen den Recken den Eid ab.

Feiertage

Jeder Tempel und jede Akademie des Ordens hat seine eigenen Hochfeste im Jahreskreis. Diese sind meist der Feiertag des Schutzpatrons, das Gründungsdatum der Niederlassung oder Gedenktag der Schlacht an dem Ort wo sich sich befindet. Trotzdem gibt es ein paar wenige Feiertage die deliahweit zeitgleich begangen werden. Das höchste Fest des Herren Rotarihm ist der Waffengang, die Schlacht selber, und kann daher nicht festgemacht werden.

Tag des neuen Kriegsjahres

Am ersten März eines jeden Jahres feiert die Kirche des Rotarihm ihren Jahresbeginn. Er markiert das Ende des Winters und zugleich den Beginn eines neuen Kriegsjahres. Für gewöhnlich werden im Rahmen der Feierlichkeiten die Waffen rituell neu geschärft und gesäubert, bei einer Prozession um den Tempel getragen und um des Ruhmreichsten Segen gebeten. Traditionell wird das neue Jahr mit einem Turnier am Tempelvorplatz willkommen geheißen.

Rotes Fest

Während in der Kirche des Baldûrim der Toten in der kalten und dunklen Jahreszeit gedacht wird, ehren die Gläubigen des Rotarihm die Gefallenen am ersten Mai jeden Jahres. Dieser Feiertag wird auch "rotes Fest" genannt, schon der Name deutet auf das vergossene Blut vieler Schlachten hin. Üblicher Weise gedenkt man den Verblichenen bei einem großen Bankett mit Braten, Bier und Wein und gibt ihre kühnsten Geschichten zum Besten. Zumeist ist auch Musik und Gesang Bestandteil der Feierlichkeit, doch niemals Tanz oder ein Waffengang. Das Fass besten Weines gebührt den Dahingeschiedenen, und wird vor Beginn des Banketts von einem Geweihten feierlich zerschlagen. Dieser Traubensaft gebührt den Toten alleine. Und so wie man den Gefallenen gedenkt, so erfreut man sich des eigenen Lebens.

Kalliusfest

Das Kalliusfest wird in den Herbstmonaten gefeiert, zumeist im Oktober, und ist vor allem im Westen des Reiches beliebt. Die Keilerjagd ist das Zentrum des Festaktes, dem eine Segnung der Jagdwaffen und Teilnehmer vorangegangen ist. Es ist ein Fest zu Ehren des Ruhmreichsten, bei dem Mut und Kraft der Teilnehmer geprüft werden, wie einst bei Meister Kallius. Jene, denen es gelingt, bei der rituellen Jagd einen wilden Eber zu erlegen, werden mit einem Kranz aus Eichenlaub geehrt. Jene, die dabei ums Leben kommen, erhalten Kränze aus Immergrün als Grabbeigabe, als Zeichen ihres Mutes und dass ihr Leben im rechten Glauben geendet sei. Das Immergrün, meist Tannenzweige, soll die Unvergänglichkeit des Gedächtnis derer bei der Jagd verstorbenen symbolisieren.

Der Rotarihmglaube in den Teilen Deliahs

Rotarihm im Vereinigten Königreich

Die Kirche Rotarihms im Vereinigten Königreich ist unter dem Oberhaupt in zwei Ströme aufgeteilt: Den Klerus und den Akademien. Im Klerus können die Anwärter nach der Prüfung Rotarihms ihr Noviziat beginnen, während sie in den Akademien weiter trainiert werden oder selber trainiern. Die Akademien bilden jeweils Truppen, die für die Kirche in den Kampf ziehen, wenn es erfordert wird.

Im kriegstaktischen Gebiet kann auch die Aurilskirche den Rotarihmsanhängern nicht das Wasser reichen. Ihre Stärkungsrunen sind einzigartig unter den Priestern.

Rotarihmglaube im VK im Detail

Rotarihm in den Mittlanden

Der Rotarihm-Glaube in den Mittlanden ähnelt stark dem im Vereinigten Königreich. Es haben sich sogar zwei Akademien ettabliert, eine in XY eine in Blah.

Rotarihmpriester gibt es sehr wenige, der Schwerpunkt liegt im Kampf und im Training. Es werden vielerorts Feste zu Ehren Rotarihms veranstaltet, wo sich die stärksten Recken zur Erheiterung der Adeligen messen. Berühmt-berüchtigt ist auch die Arena in Arcus Then, in denen Gladiatorspiele stattfinden. Selbst Reichsritter Ferdinand die Lanze aus den Südlanden hatte sich in dieser Arena einmal einen Gastkampf geliefert.

Im Namen Rotarihms werden auch Kämpfe um holde Maiden ausgerichtet.

Rotarihm in Lusakia

Die Rotarihmkirche ist in Lusakia in drei Orden aufgeteilt. Ein Orden dient dem Kaiser, und nur dem Kaiser alleine, während ein anderer auf den Kampf und der letzte auf die Kampfausbildung spezialisiert ist. Die Ausbildungen und Riten in Lusakia sind hart, aber die daraus entstehenden Krieger noch härter.

Man munkelt, dass die Tradition der Gelostäbe aus Lusakia stammt, da die Kirchen dort sehr miteinander verwoben sind.

Rotarihmglaube im Lusakischen Kaiserreich im Detail

Rotarihm in den Nordreichen

Besonders der Stamm der Hadrader beruft sich auf Rotarihm als ihren Schutzgott und folgen seinen Lehren des Kampfes und des Lebens. Sie sehen sich selbst als sein Volk an und glauben daran, dass der Herr des Krieges sie in ihre alte Heimat zurückführen wird.

Sie sind der Auffassung, dass diejenigen, die ihr Leben lang unbezwungen bleiben, einen besonderen Platz im Heer Rotarihms einnehmen und ihm persönlich in seinen göttlichten Schlachten unterstützen werden. Entsprechend üben sich die Hadrader im Umgang mit der Waffe und prüfen ihren Mut.

Rotarihmglaube in den Nordreichen im Detail