Die goldenen Spielleiter-Regeln

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Oder zumindest MEINE goldenen Spielleiterregeln, bei solchen Formulierungen muss man ja immer etwas vorsichtig sein.

Es können (und wurden) aberhunderte von Seiten mit verschiedensten Tipps für Spielleitern gefüllt werden, aber diese Regeln haben mir letztendlich am meisten geholfen.

1. Mach dich nicht fertig

Viele Spielleiter haben die Tendenz, an sich selbst extreme Anforderungen zu stellen. Schlussendlich muss einem einfach klar sein: Es ist noch kein Meister (nicht nur im DSA-Sinne) vom Himmel gefallen, Fehler passieren (auch nach Jahren noch), du bist nicht alleine für den Spaß der Gruppe verantwortlich (das ist Aufgabe der ganzen Runde) und letztendlich ist es auch nur ein Spiel.

Schäm dich nicht auch mal zu sagen „Sorry Leute, ich bin gerade überfragt, ich brauche etwas Zeit dafür“ oder „Hat vielleicht von euch einer eine Idee?“ oder auch „Ich hab es zeitlich/nervlich nicht geschafft, können wir heute einfach mal ein Brettspiel spielen?“

2. Rede mit deinen Spielern

Klär vor dem Spiel/Der Kampagne ab, wo die Grenzen und Vorlieben liegen. Gibt es Tabus wegen persönlicher Erlebnisse oder Phobien? Wo liegen die Grenzen bei dargestellter/beschriebener/gespielter Gewalt oder Sexualität? Respektiere diese Grenzen.

Hol dir nach den Spielrunden Feedback ein. Was hat den Spielern gefallen, wovon soll es mehr geben? Was kam nicht so gut an und wie könnte man es verbessern (aber siehe Regel 1)?

3. Rollenspiel ist nicht gleich Rollenspiel, Rollenspieler ist nicht gleich Rollenspieler

Viele Spieler verstehen unter Pen & Paper Rollenspiel das, was sie als erstes kennen gelernt haben (Im deutssprachigen Raum meist Das Schwarze Auge, Pathfinder oder D&D). Es gibt aber nicht umsonst tausende verschiedener Rollenspiele und auch WIE man einzelne Rollenspiele spielt, kann sich stark unterscheiden. Dem einen gefällt Komplexität bei den Regeln, weil sie interessante Optionen schaffen, andere wollen es möglichst einfach und flüssig. Der eine will es taktisch mit herausfordernden Kämpfen, die nächste will vor allem eine schöne Geschichte erzählen. Die eine will einen Kriminalfall mit ihrem eigenen Verstand lösen, der andere seinen Charakter mit großen Worten auf einem Hofball spielen.

In der Rollenspielliteratur ist viel zu diesen verschiedenen Vorlieben geschrieben worden aber letztendlich läuft es nur auf eines hinaus: Geht nicht automatisch davon aus, dass das was ihr unter Rollenspiel versteht die einzig wahre Art zu Spielen (TM) ist. Findet heraus, was euch und den Spielern in eurer Gruppe gefällt (siehe Regel 2) und versucht, allen etwas zu bieten. Vielleicht kommt ihr dabei ja sogar auf neue Ansätze drauf, die euch gefallen, aber bisher entgangen sind.

In der Rollenspielliteratur ist viel zu diesen verschiedenen Vorlieben geschrieben worden aber letztendlich läuft es nur auf eines hinaus: Geht nicht automatisch davon aus, dass das was ihr unter Rollenspiel versteht die einzig wahre Art zu Spielen (TM) ist. Findet heraus, was euch und den Spielern in eurer Gruppe gefällt (siehe Regel 2) und versucht, allen etwas zu bieten. Vielleicht kommt ihr dabei ja sogar auf neue Ansätze drauf, die euch gefallen, aber bisher entgangen sind.

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